Kurzinformation

Das gelungene Modell einer ethnisch toleranten Gesellschaft.
Die Alamannen
 
So eben nicht ! 
Warum wir uns von alten belasteten Vorstellungsmustern trennen sollten.
I

 

Die Alamannen und ihre Landnahme werden anhand neuerer Forschungen längst nicht mehr pauschal mit Schrecken, Barbarei und Mord in Zusammenhang gebracht, wie es früher gängigen Vorstellungen entsprach. Das ist sehr zu begrüßen.
Wir gehen in diesem Beitrag noch einen Schritt weiter; nach unserer Auffassung geben die Alamannen das Modell einer relativ friedlichen, polyethnisch orientierten Durchdringung und Besiedlung des süddeutschen Raumes.
 
Wohlgemerkt: Wir bestreiten nicht daß es in den ersten Jahren zu Kämpfen, Plünderungen usw. kam. Aber diese von den römischen Autoren sind weit überzeichnet dargestellt worden und passen auch nicht so recht zur späteren friedlichen Herrschaft der Alamannen. Diese negative Sicht wurde bis heute weiter gegeben, weil es in ein bestimmtes Schema paßt.

Unsere These widerlegt jene bisher gängige Darstellung von einer kriegerisch - oppressiven Inbesitznahme des Landes durch eine einheitliche Stammesgruppe. 
Es ist dies ein Vorstellungsmuster, welches z.B. von politisch rechtslastigen Kreisen gepflegt wird. 
Nach dem Motto "schon unsere Vorfahren mußten so hart zugreifen..." werden mit diesem Muster Gewalt- und Unterdrückung  gegen Minderheiten gerechtfertigt oder verherrlicht. 

In anderen Kreisen wird ebenso unberechtigt die spätrömische Zivilisation glorifiziert und der germanischen Lebenswelt ihre Rückständigkeit vorgehalten.

Wir wollen aufzeigen, daß die alamannischen Stammesgruppen ein für die damalige Zeit hoch modernes Konzept in der politischen Führung, kulturellen und technologischen Standards wie auch in ihrer gesamten Lebenshaltung hatten.
 


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aktualisiert am 27.11.00

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