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.. ... Eine ungewöhnliche Geschichte
Einwanderungen und Zuzüge
im Gebiet der späteren Alamannia
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Historische Fakten, welche über die hier ausgewählten Daten hinausgehen, finden Sie ausführlicher auf einer Zeittafel   aus dieser  Webadresse dargestellt.
 
.... Zum Thema passende Zitate:

"Du weißt doch, wie es hier zuging, bevor die Römer kamen. Da hat man sich doch nachts nicht einmal auf die Straße getraut." 

und 

"Die Römer, ja das sind Kerle." 

Aus dem satirischen Film "Das Leben des Brian" 

Der geschichtliche Verlauf der Landnahmen in unserem Gebiet

  • Die Völker der Vorgeschichte
  • Die Landnahme der Kelten
  • Die Römer am Rhein
  • Die Einwanderung der Alamannen
  • Die Landnahme der Alamannen war keineswegs die erste, sondern die letzte in einer ganzen Reihe von geschichtlich vergleichbaren Prozessen in diesem Siedlungsraum. Sie war auch keine Landnahme im Sinne etwa der Einwanderung von Europäern in Nordamerika, als steter Zustrom großer Kontingente von Auswanderern, verbunden mit der Verdrängung und teilweisen Ausrottung der Ureinwohner, sondern:
    Kleine Stammesverbände mit geringer Kopfzahl gelangten über die Grenze und etablierten sich dort als Eliten. Sie errichteten die Herrschaft über eine Vorbevölkerung, welche ihnen zahlenmäßig weit überlegen war.  Schon allein aus diesem Grunde durften sich die neuen Herren nicht allzuviel herausnehmen. Gab es doch auch genug Konkurrenten jenseits der Grenze, welche auf einen Hilferuf nur allzu gern herbeigeeilt wären.

    Es wird so gewesen sein, wie Diamond es formuliert: "...im besten Fall tun solche Gesellschaften Gutes, indem sie aufwendige Dienstleistungen erbringen, die sich der einzelne nicht leisten kann. Im schlimmsten Fall handelt es sich um schamlose Kleptokratien, die das Volk ausplündern...."  Aber: "Kleptokratien mit wenig Halt in der Bevölkerung laufen Gefahr gestürzt zu werden, sei es durch geknechtete Untertanen oder durch andere Möchtegernkleptokraten, die das Volk auf ihre Seite zu ziehen versuchen, indem sie ein besseres Verhältnis von erbrachten Leistungen zu gestohlenen Früchten erpressen." [Diamond, a.a.O., S337f]...

    In diesem Sinn haben die alamannischen Eliten ihren Untergebenen offenbar gut abgegeben vom großen Kuchen. Wir hören in den folgenden Jahrhunderten von keinem Aufstand, keiner Empörung gegen sie. Manches war freilich bescheidener geworden. Das Land war anstelle der römischen Garnisonen mit ihrem riesigen Material- und Nahrungsbedarf nun mit kleinen Orten durchsetzt, in denen es sich aber besser leben ließ als vordem. Die Leute konnten ihren Wein selber trinken, keine übermächtige Armee forderte Zwangsablieferungen, abgegolten mit Zahlungsanweisungen, die nur das Papier wert waren, auf dem sie standen, oder mit römischem Inflationsgeld. Die Großverdiener, Heeresbelieferer, Sklavenhändler und Angestellten der Besatzungsstreitmächte freilich jammerten. Wer will es ihnen verdenken?

    Photo der keltischen Münze
    als Symbol der Kulturkontinuität:
    James.Q.Jacobs 1996

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    aktualisiert am 27.11.00

    Copyright bei W. Dörge-Heller, Karlsruhe 1999